SYSTEMISCHE BERATUNG MARION REINAU
"Mit der Zeit wird die Zeit immer wichtiger"

Gedanken 2021

ICH BIN LEER 

„Ich bin leer – ich sitze hier, habe ein sehr unangenehmes Gefühl im Bauch, dieses Gefühl kriecht so ganz langsam hoch in meinen Brustkorb und lässt mich schwer atmen. Ich muss mich  zusammenreißen, dass ich hier sitzen bleibe, nicht aufstehe und heimgehe, mich dann nicht ins Bett lege, die Bettdecke über den Kopf ziehe und haltlos weine – ich spüre ganz deutlich diesen Druck in mir – aber ich bleibe sitzen, atme tief mehrmals durch…. Ich habe mich entschieden, ich werde mir auf eine Entspannungsübung einlassen und sie nun anhören, in der Hoffnung, dass es mir danach besser geht.

15 min - Entspannung

Ruhige Gitarrenklänge, ein angenehme Stimme, die mich anleitet, meine Gedanken sind ganz bei der Stimme, trotzdem laufen mir die Tränen herunter, je länger sie spricht, desto ruhiger werde ich und merke, wie ich doch loslassen kann. Ganz langsam, aber es funktioniert, ich lasse los – fahre gedanklich vom Kopf über mein Gesicht, lasse los – über die Arme in den Bauch – lasse los – über mein Becken hinunter bis zu den Füßen – ich lasse los – bin nun entspannt, werde nun angeleitet mich auf meinen Atem zu konzentrieren, sie zählt von 1 bis 10 – einatmen und ausatmen – einatmen und ausatmen – mit jedem Ausatmen sinke ich tiefer in die Entspannung – lasse meine Gedanken weiterziehen – danach noch ein paar Minuten angenehme Gitarrenklänge, die dann langsam ausklingen.

In meinem Rhythmus setze ich mich wieder auf, es geht mir besser – ich sollte das öfter machen"  

So oder ähnlich geht es vielen Menschen, manchmal mehr, manchmal weniger, manchmal gar nicht oder nur selten. Es kommt immer auf den Einzelnen an.

Es ist auf jeden Fall eine normale Reaktion auf Dinge, die wir unverarbeitet in uns tragen, auf Ereignisse, Erfahrungen, die wir erlebt haben, auf Einschränkungen, wie momentan die Pandemie, die uns doch auch viel abverlangt. Soziale Kontakte, feiern, tanzen gehen, ausgelassen sein, dass ist momentan nicht möglich und das macht etwas mit uns. Aber wir sollten uns immer vor Augen halten, dass es hoffentlich bald vorbei sein wird und es auch ein Leben nach der Pandemie geben wird. Und das ist mit Sicherheit so. 

Trotzdem sollten wir auf diese körperlichen Symptome achtsam sein und sie be – achten und nicht ver – drängen!   

Gerne könnt Ihr mich kontaktieren, wenn ich Euch weiterhelfen kann z.B. mit  - Selbstfürsorge - Achtsamkeit - geführte Fantasiereisen - Entspannungstechniken - Atemübungen - Termine auch online buchbar!

Wir sollten uns vor Augen halten, dass jeder neuer Tag neue Energien, neue Chancen und neue Erfahrungen mit sich bringt und wir dieses nutzen sollten. 

Weitere Info`s  > Systemische Beratung > Hypnose > Progressive Muskelentspannung 


 

"ICH GLAUB, ICH KRIEG DIE KRISE"


 „Ich glaub, ich krieg die Krise!“ – umgangssprachlich ein Synonym, ein typischer Ausdruck in unserem Sprachgebrauch, das wir oft unbewusst benutzen. Meistens ist es eine mehr oder weniger große Aufregung oder Ratlosigkeit, mit Ärger vermischt oder einfach nur eine Redewendung, wenn einem an diesem Tag nichts gelingen mag.

Was bedeutet eigentlich das Wort „Krise“ – es stammt vom griechischen „krisis“, was „Scheidung, Entscheidung“ bedeutet. Ursprünglich stammt es aber aus der Medizin – hier wurde es verwendet, wenn es einen positiven oder negativen Wendepunkt in einem Krankheitsverlauf gab.

Krisen bedeuten immer eine kritische Situation - Sie können sich zuspitzen oder sie können sich entschärfen, sie können hochdramatisch verlaufen, oder sie sind harmloser als es ursprünglich den Anschein hatte. Jedenfalls müssen die Betroffenen durch sie hindurch, aber sie enden keineswegs zwangsläufig in einer Katastrophe.

In der Psychologie werden Krisen sogar als positiv bewertet, sie gelten als wichtiger Entwicklungsprozess, der mit Veränderungen einhergeht.

Es gibt natürlich viele verschiedene Arten von Krisen, z.B. die Lebenskrise, eingeteilt in vier Phasen:

1.     Phase: Man spürt, dass etwas nicht stimmig ist, dass sich etwas Unangenehmes anbahnt, man kämpft gegen das Unwohlsein und das Unwohlbefinden an, vertieft sich dadurch aber immer stärker in den persönlichen Konflikt.

2.     Phase: Erkenntnis darüber, in welchen Zustand man sich befindet und dass alles, was man an Problemlösung versucht hat, zu keinem befriedigenden Erfolg führt.

3.     Phase: Der vermeintliche Ausweg – die Entscheidung, welchen „AUS“-Weg man nun nimmt.

Kampf – Flucht – oder „Totstellen“ – für was man sich entscheidet, ist subjektiv sehr unterschiedlich.

Rückzug oder Totstellen ist oft das „vermeintlich“ BESSERE oder EINFACHERE– denn hier muss man keine weitere lebensverändernde Entscheidung treffen – man ergibt sich seinem Schicksal und verändert nichts, was letztendlich ein Trugschluss ist. Die Situation bleibt nach wie vor die Gleiche und das was die Krise ausgelöst hat, ist nicht behoben, sondern nur verdrängt. Und irgendwann holt es Einen wieder ein.

Die andere Variante führt dazu, dass der Betroffene genau das Gegenteil anstrebt und alle noch verbleibenden Kräfte mobilisiert, um einen positiven Ausweg aus der Krise zu finden. Hier können ungeahnte Fähigkeiten, neue Möglichkeiten entwickelt werden, um die Krise zu bewältigen.

4.  Phase: Die vierte und damit letzte Phase tritt ein, wenn der vorherige Schritt ebenfalls keine Verbesserung der Lage hervorbringt. Hier befindet sich der Betroffene vollkommen in einer Krise, trotz sporadisch fehlender Anzeichen. Innerlich steht die Persönlichkeit kurz vor einem Zusammenbruch. Dies führt dann letztendlich zu Orientierungs- und Hilflosigkeit.

Dass es nicht zu Phase 4 kommt, sollte man sich in dieser Krisensituation Unterstützung suchen, Gespräche mit Familie, Vertrauten, Freunden, oder letztendlich professionelle Unterstützung, dieses ist unabdingbar, wenn der Betroffene keinen Ausweg mehr aus seiner Situation sieht und er nicht in der Lage ist, eine neue Strategie zur Problemlösung zu entwickeln. 

 TRIGGER - nur ein (Augen)-Blick   - eine Kurzgeschichte von Marion Reinau

 Trigger

- nur ein (Augen-) - Blick -       

Sonntagmorgenlauf – leichter Schneefall, 1 Grad Kälte, Hundebesitzer,    Spaziergänger und Sportler sind nur unterwegs – eigentlich perfekt. Die Bodenverhältnisse sind unterschiedlich, leicht vereist, matschig, nass, schneebedeckt – ich muss aufpassen. Nach ca. 2 km sehe ich in der Ferne eine Frau, sie läuft mir entgegen, ich denke mir nichts dabei, es sind ja mehrere Menschen unterwegs. Manchmal sehe ich sie an und grüße, manchmal nicht. Ich weiß nicht warum, aber ich sah dieser Frau beim Vorbeilaufen direkt in ihre Augen, eigentlich nichts Besonderes. Ich grüßte, sie sah mich nur an, in der nächsten Sekunde war diese Begegnung bereits Vergangenheit. Doch irgendwas triggert mich! Es war die Art, wie sie mich angesehen hat.

Ja, wie hat sie mich angesehen? mitleidig? warnend? Hat sie mich belächelt oder angelächelt – nein, gelächelt hat sie auf keinen Fall….. warum triggert mich jetzt dieser Blick nur so………………was will dieser Blick mir sagen? Es könnte doch egal sein wie die 1000 anderen Blicke, denen man alltäglich ausgesetzt ist.

Nein, jetzt fiel es mir ein, es erinnerte mich an frühere Begegnungen, als ich Kind war. Ja, da war dieses Gefühl wieder, ich wurde belächelt, und dieser Blick hat ihn mir dieses Gefühl der Ohnmacht ausgelöst. Ohnmächtig war ich als Kind durch die vielen Umzüge meiner Eltern innerhalb Deutschlands, immer wieder hatte ich meine Freunde(innen) verloren, immer wieder musste ich von vorne beginnen und oft erlebte ich diesen Blick, wenn ich mal wieder die NEUE war und man beäugt wurde.

Es war nur dieser kurze Moment! Heute kann ich damit umgehen, weil ich weiß, wo es herkommt.

Hast du auch so Momente, in denen dich ein Blick, eine Geste, nur ein Wort, in einer Art und Weise gesprochen, was dich an vergangene Gefühle erinnert?

In unserem Unterbewusstsein ist alles abgespeichert, was wir als Kind nicht fühlen, sehen, hören wollten, wir haben es verdrängt. In bestimmten Momenten des Lebens erleben wir diese Gefühle ungewollt aber wieder. 

Solange wir damit klarkommen und es uns nicht „krank“ macht, ist es in Ordnung. Macht es dich aber krank, dann kann eine Klärung, ein Aufarbeiten deine Lösung sein, dass dich erkennen lässt, warum manches so ist, wie es ist. 

Deine systemische Beraterin Marion Reinau


Alles was wir sind,

ist das Resultat dessen,
was wir gedacht haben.
(Buddha)

   

In diesem Sinne „lebt bewusst und intensiv“ - Eure Systemische Beraterin Marion Reinau 

 


 
 
 
 
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